Kapitelsaal von aussen

Wettinger Jesuskind

Kreuzgangscheiben
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Wettingen - Zisterzienserkloster

Kreuzgang: Ostarm

Schreitet man den Ostarm von Süden nach Norden hinab, kommt man an vielen Scheiben der eidgenössischen Orte vorbei, die bereits von Abt Christoph Silberisen erbeten worden sind. Sie stammen aus dem Atelier der Zürcher Künstler Jos und Christoph Murer. Nach dem Klosterkiosk zweigt dem Idealplan gemäss der Kapitelsaal ab. Dieser ist durch eine grosse Holztür mit gotischem Rahmen erreichbar. Beidseits der Tür lassen jeweils ein drei Spitzbogenfenster einen Blick in diesen Saal zu. Hier sehen wir wieder die typische Holzdecke und den Sandsteinboden. Gestützt wird die Decke von zwei mächtigen Säulen in vorcluniazensischem Stil. Hier sollte der Mönch der Beratung und Belehrung konzentriert folgen können und sich nicht von Schmuck und Zierrat ablenken lassen. Trotzdem finden wir hier leichte Überreste von Malereien an den Seitenwänden und am Kapitell der Säulen. Die Fenster zum Kreuzgang waren für die Konversen als Möglichkeit gedacht, wichtigen Versammlungen des Konvents zu lauschen.

Kurz vor dem Eingang zur Mönchskirche zweigt das Armarium, eine Art Bücherregal, ab. Es ist heute eine kleine Kapelle mit Altar und Fresken, auf denen die Versuchungen des hl. Antonius dargestellt sind. Hier befindet sich ein weiteres Highlight dieses Klosters, das Wettinger Jesuskind. Dieses Altarbild zeigt einige Brandlöcher, denn es handelt sich hier um ein Überbleibsel aus dem grossen Klosterbrand 1507. Klappt man die Holztafel auf, erscheint eine bildliche und schriftliche Dokumentation darüber.

Kreuzgang: Westarm und Kreuz-garten

Beim Weitermarsch durch den Westarm bemerkt man zugemauerte Löcher in der Wand. Sie boten einst Einblick in die Räume der Konversen.
Der Westarm bietet Zugang zum Kreuzgarten. Dieser Garten ist nach dem St. Galler Klosterplan angelegt mit einer Quelle und einem Baum in der Mitte. Dieses Abbild des Paradieses lädt mit der Sitzbank auf dem Fundament des ehemaligen Brunnenhauses wie schon vor Jahrhunderten zum Verweilen ein. Von hier aus hat man auch den besten Blick auf die Klosterdächer und den berühmten roten Dachreiter der Kirche.
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