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“Störend, überdimensioniert, schlecht positioniert“

Freude für die Gegner der Mobilfunkantenne an der Kesslerstrasse: Die Stadt Schlieren verweigert dem Mobilfunkunternehmen Orange die Bewilligung für den Bau einer Handyantenne. Dies teilten die Gegner auf ihrer Internetseite www.funkantenne.ch mit.

Eine Ablehnung von Baugesuchen für Mobilfunkantennen ist eher selten. Gesundheitliche Bedenken etwa können nicht geltend gemacht werden. Auf der Webseite zitiert die Gegnerschaft die städtischen Begründungen für den Entscheid auszugsweise. Die Stadt Schlieren lehne das Baugesuch unter anderem aufgrund der Höhe des Gebäudes ab: «Mit rund 12 Metern Gebäudehöhe ist die – in dieser Zone zulässige Höhe von 7,5 Metern – massiv überschritten», stehe im Entscheid. Weiter führt die Stadt an: Die geplante Antennenanlage wirke «störend, überdimensioniert, schlecht positioniert und verschlechtert die ohnehin bescheidene Gestaltung der bestehenden Baute». Aus ästhetischen Gründen und nach sorgfältiger Abwägung von privatem und öffentlichem Interesse könne dieser Standort nicht toleriert werden.

Das empfindet man beim erwähnten Blog als Etappensieg. Der Kampf sei aber noch nicht zu Ende. Nebst der Internetseite wehrt man sich auch auf politischem Weg gegen die Antenne. So wurde dem Stadtrat im Dezember eine Petition mit 275 Unterschriften übergeben, in der man den Stopp des Antennenbaus forderte. Doch Orange, vertreten über Alcatel-Lucent, hat nun noch die Möglichkeit, den Entscheid bei der Baurekurskommission anzufechten. Im Falle eines Rekurses ist in der Regel innert vier bis sechs Monate mit einem Rekursentscheid zu rechnen, falls ein Augenschein vor Ort nötig ist. Bei www.funkantenne.ch hofft man das Beste. Man kann sich nicht vorstellen, dass der Kanton die Sache anders sieht als die Stadt Schlieren und sie selbst.

Funkantenne Kesslerstrasse 13
www.funkantenne.ch
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