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Dietikon - Zwischenbilanz für die "Gärten der Zukunft"

(G)Artenvielfalt

Die erste Zwischenbilanz für die (G)Artenvielfalt in Dietikon fällt bei allen Beteiligten durchweg positiv aus. Laut Geschäftsführer des projektleitenden Gärtnermeisterverbandes des Kantons Zürich (GVKZ), Erich Affentranger, haben inzwischen schätzungsweise 4000 bis 5000 Personen die einzigartige Ausstellung besucht, welche am 11. Mai ihre Tore auf dem Fondli-Areal öffnete.

Zehn Schaugärten zeigen auf dem 2500 Quadratmeter grossen Areal, wie Gartengestaltung ohne invasive Neophyten, also gebietsfremde gefährliche Pflanzen, funktioniert. Allen Ausstellern wurde inzwischen auch eine besondere Auszeichnung zuteil: Sie erhielten von der Stiftung Natur und Wirtschaft das Zertifikat „Garten der Zukunft“. Die Stiftung fördert Natur im Siedlungsraum und zeichnet vorbildhafte Areale aus. Die Gärten der (G)Artenvielfalt gelten als solches Vorbild für Privatgärten. Eine Broschüre stellt alle zertifizierten Gärten vor und erläutert Hintergründe und Fakten. Geschäftsführerin Manja Van Wezemael lobt das Konzept der (G)Artenvielfalt: „Sowohl Fachleute als auch Privatpersonen finden hier sehr unterschiedliche, ganz konkrete Beispiele für die Umsetzung von naturnahen Gärten ohne invasive Neophyten.“ Die Broschüre wird auf der Webseite der Stiftung ebenso wie auf der Webseite der (G)Artenvielfalt zum Download zur Verfügung gestellt.

Die zehn beteiligten Gartenbaufirmen sind ebenfalls sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Lorenz Tanner, Geschäftsführer der Tanner Gartenbau AG, ist nicht nur selbst nach wie vor begeistert von der Idee und der Umsetzung, er erhält auch viele positive Rückmeldungen zu seinem Projekt und der Ausstellung. „Wenn ich mit Leuten ins Gespräch komme, höre ich immer wieder wie gut die Ausstellung gefällt.“ Auch Urs Ungricht, Geschäftsführer der in Dietikon ansässigen Gartenbaufirma A.Ungricht und Söhne AG, hat sein Engagement nicht bereut: „Das Besondere der Ausstellung ist nicht nur das Konzept, sondern auch die lange Laufzeit. Für die Besucher ist der Aufenthalt im Garten ein Genuss.“

Der Gärtnermeisterverband selbst ist der Ansicht, dass die Ausstellung ihr Ziel erreicht: die Sensibilisierung aller Altersgruppen für das Thema Biodiversität und invasive Neophyten. „Wir sind uns aber bewusst, dass wir kontinuierlich am Thema dran bleiben müssen“, erklärt Geschäftsführer Affentranger. Er freut sich über die zahlreichen Anlässe, die in der Ausstellung durchgeführt werden. Allerdings würde er sich noch mehr Kinder und Jugendliche in der (G)Artenvielfalt wünschen, für die es den Globi-Parcours sowie den Garten der Lernenden innerhalb der Ausstellung gibt. Daher wolle man nochmals verstärkt die Schulen ansprechen.

Die Abteilung Biosicherheit des AWEL des Kantons Zürich war der Initiant für die Ausstellung. Mit Informationssäulen erläutert das AWEL in jedem Garten eine dieser invasiven Neophyten Auch dort ist man mit dem Engagement zufrieden. Daniel Fischer, Leiter Sektion Biosicherheit, sagt: „Das AWEL der Baudirektion des Kantons Zürich ist sehr erfreut, dass der Schaugarten auf derart grosses öffentliches Interesse stösst. Damit wird die Sensibilisierung hin zu einheimischen Pflanzen - das heisst zur biologischen Vielfalt - weiter gefördert.“

Die Ausstellung ist täglich geöffnet und eintrittsfrei. Aktuell gelten noch die Öffnungszeiten 9 bis 18 Uhr. Im Winter wird der Garten etwas früher geschlossen.

Und die Planungen für den Frühling 2020 laufen schon jetzt. „Es gibt immer noch Steigerungspotenzial“, weiss Erich Affentranger. So hört man beim GVKZ beispielsweise immer wieder den Wunsch, nach einem „Garten-Café“. „Wir werden sehen, was wir tun können“, sagt der Geschäftsführer dazu.

Allmend Dietikon
Fondlistrasse 15
8953 Dietikon
Tel. 044 382 01 78

info@gartenvielfalt.org
www.gartenvielfalt.org
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